Pressemitteilung

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Badische Zeitung vom Dienstag, 17. Oktober 2006

Autorin des Artikels ist Henrike Barthmes, der wir herzlich für die Nachdruckgenehmigung danken.

Ursprünglichkeit prägt das Hauptmotiv

Schwarzwaldhöfe bestimmen die Bilder des Neustädter Künstlers Albert "Albi" Maier
Neue Ausstellung im Kunstforum

Schwarzwaldhöfe sind das Hauptmotiv von Albi Maiers Bildern.
FOTO: HENRIKE BARTHMES

TITISEE-NEUSTADT.
Er gibt ihn so wieder, wie er ihn kennt: Schwarzwald lautet das Thema einer Ausstellung mit Werken von Albert "Albi" Maier im Kunstforum in Neustadt. Authentisch sei der Geist, den die Bilder vermitteln, sagte Reiner Mertens bei der Eröffnung, Poesie, Schlichtheit und Volkstümlichkeit prägten die klein- und großformatigen Bilder. Mertens zog einen Vergleich des Werkes mit dem des Schwarzwald-Malers Hans Thoma. Innig seien die Bilder mit der heimischen Umgebung verbunden.

Anders, als bei Thoma, seien Maiers Werke aber von einer "Schlichtheit auf ein Hauptmotiv" geprägt. Der Schwarzwaldhof ist dieses Hauptmotiv, um das sich der Künstler besonders kümmert. Er mache die Bedürftigkeit der Menschen deutlich, die in ihm gelebt haben.

Die Bilder erzeugen eine Stimmung, die tief berührt, meinte eine Besucherin. Und die wichtigste Aussage des Künstlers, die Bedürftigkeit der Menschen, künne man deutlich nachempfinden, bestätigte ein Betrachter, der auch feststellte, das selbst die kleinen Bilder "Platz zum Atmen brauchen". Die Abbildung eines Schwarzwaldhofes sei symbolträchtig für das Leben und die Lebensart seiner Bewohner. Er wolle "das Leben als solches ins Bild übertragen." Und wie stark dieses Leben mit der umgebenden Natur verbunden ist, macht Maier mit kleinen Veränderungen an den meist so existierenden abgebildeten Höfen klar: Oft zieht er das Dach bis auf den Boden, wo es nahtlos in die Natur übergeht. Fast alle der gemalten Höfe gibt es wirklich, erzählt Maier. Um aber die Ursprünglichkeit besser darzustellen, fügt er gelegentlich bei Bauten, die im Laufe der Jahre auch verändert wurden, ein Detail dazu, das möglicherweise im ursprünglichen Gebäude vorhanden war. Überwiegend sind es Ölbilder auf Holzplatten, die in der Ausstellung im Kunstforum zu sehen sind. Aber auch Mischtechniken mit Teer habe er genutzt, mit deren Hilfe er eine besondere Tiefe im Bild erzeugen könne. Aus der Nähe werden die Häuser dargestellt, wobei der Wechsel zwischen hellen und dunklen Farbtönen eine Spannung beim Betrachter entstehen lasse, wie Reiner Mertens findet. Die meist gegenständliche Malerei trifft bei mehreren Werken, bei verschiedenen Triptychons, auf abstrakte Malerei: Während jeweils der erste und der dritte Teil einen Hof gegenständlich zeigen, bestehe der Mittelteil aus einem abstrakten, meditativen Motiv, erläuterte Mertens bei der Ausstellungseröffnung vor etwa 60 Gästen.

Schon immer sei die Malerei sein Hobby gewesen, erinnert sich Albert Maier. Und nachdem er bis Anfang der neunziger Jahre nur Uhrenschilder gemalt hat - ebenso wie Thoma, mit dem Mertens den Künstler verglichen hat - ist das Malen von Bildern im vergangenen Jahrzehnt stärker in den Vordergrund gerückt. Zum dritten Mal zeigt er mittlerweile Bilder im Kunstforum. In vielen anderen Ausstellungen, beispielsweise in den Vogtsbauernhöfen, oder demnächst in Freiburg und oft gemeinsam mit anderen Künstlern, wurden Albi Maiers Werke präsentiert. Die "Ursprünglichkeit vom Schwarzwald" möchte Maier in seinen Bildern darstellen, mit denen er hauptsächlich Liebhaber des Schwarzwaldes und Sammler aus einem weiten Umfeld anspricht. Und Liebhaber der Landschaft ist er selber, denn "woanders könnte ich gar nicht leben".

Die Ausstellung im Galerieraum des Kunstforums Neustadt, Salzstraße 16, ist bis 5. November immer freitags, samstags und sonntags von 16 bis 18 Uhr geöffnet.

--- Ende der Pressemitteilung ---



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