Pressemitteilung

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Badische Zeitung vom Dienstag, 23. Mai 2006

Autorin des Artikels ist Martina Seiler, der wir herzlich f?r die Nachdruckgenehmigung danken.

Hauch des Neubeginns

Kunstforum Hochschwarzwald: Mit strengen Strukturen erschlie?t Grit Schumacher Farbr?ume
Ein Farbfeuerwerk auf vielen kleinen Quadraten erleben Besucher des Kunstforums.
Ein Farbfeuerwerk auf vielen kleinen Quadraten erleben Besucher des Kunstforums.
FOTO: MARTINA SEILER

TITISEE-NEUSTADT.
"Farbr?ume" - so das Thema der Ausstellung Grit Schumachers, die am Freitagabend im Kunstforum Neustadt er?ffnet wurde. Und tats?chlich verdichtet sich in diesem Namen die Wahrnehmung, die die Kunsthistorikerin Annette Veit den zahlreichen Besuchern bei der Einf?hrung in drei Dimensionen vor Augen f?hrte.

Da ist zum einen der Eindruck eines Farbfeuerwerks - viele kleine Quadrate (etwa 25 x 25 Zentimeter) und einige gr??ere zusammengesetzt als Wandobjekte, den Raum gestaltend, der letztendlich zum Resonanzraum werden kann. "Ja, sch?n ist's",

so die K?nstlerin im Vorfeld der Ausstellung, "nach dem Arbeiten im Atelier, in dem man t?glich stundenlang allein arbeitet, mit den Werken an die ?ffentlichkeit zu gehen, sich der Auseinandersetzung zu stellen." Die Lust am Ausprobieren, das Experimentieren w?hrend der letzten drei Jahre f?hrte so zu einem guten Arbeitsergebnis.

Das Verbindende der Werkreihe liegt in ihrer Entstehungsart. So wie die ?u?eren Ma?e schon sehr verbindlich sind, so auch die Technik. Auf Holzplatten sind Papierstreifen, mit der Schere geschnitten, nicht gerissen, vertikal, aber unregelm??ig aufgeleimt, anschlie?end in vielen Schichten hauchfein Acrylfarben aufgetragen. So geschieht es, dass trotz der strengen Struktur ein Spiel der Farben entsteht. Doch durch das Ger?st wirken diese keinesfalls schwammig, die Farbfl?che bleibt geometrisch. Der Raum ist also streng vorgegeben durch die Grundfl?che und die Streifenstruktur, die r?umliche Tiefe schaffen die Lasuren, sodass Farbr?ume hineinwachsen. Formale Strenge und rhythmische Bewegtheit, Transparenz und intensive Farbigkeit sind hier keine Gegens?tze, sondern erschlie?en einen neuen Raum, eben Farbr?ume. Dabei kann es geschehen, dass die

Grit Schumacher Grit Schumacher
FOTO: MARTINA SEILER
sinnliche Pr?senz je nach Lichteinfall gar noch eine Steigerung erf?hrt.

Die in Kroatien geborene ?sterreicherin lebt jetzt in Wittnau bei Freiburg. Interessant ist auch ihr Lebensweg. In ihm spiegelt sich auch das, was in ihrer Kunst Ausdruck findet. Die Arbeit als Chemotechnikerin, die streng naturwissenschaftlichen Regeln unterliegt, bildet sozusagen den Rahmen, das Ger?st. Dann aber, mit der Geburt des ersten Kindes kommt die Hinwendung zur Kunst - da bricht Formelhaftiges auf, es tut sich eine ganz neue Welt auf.

Auch diese Werkreihe tr?gt in sich bereits den Hauch eines Neubeginns: Die Form des Quadrats wird verlassen, aufgebrochen, aufges?gt. Aus einem Quadrat werden drei Fl?chen, von denen jedoch nur zwei in die Ausstellung aufgenommen werden. Zwar ist die ?u?ere Form weiterhin geradlinig, aber die Winkel nicht mehr rechteckig. Man darf gespannt sein, wohin dieser Weg noch f?hren wird.

Ge?ffnet ist die Ausstellung in den R?umlichkeiten des Kunstforums, Salzstra?e 16, in Neustadt bis 19. Mai. Zug?nglich ist sie jeweils von Freitag bis Sonntag von 16 bis 18 Uhr.

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