Pressemitteilung

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Badische Zeitung vom Dienstag, 02. August 2005

Autorin des Artikels ist Eva Korinth, der wir herzlich f?r die Nachdruckgenehmigung danken.

Zwei sind einig im Gegensatz

Kunstforum zeigt Werke von Torsten Deigner und Thomas Matt
Torsten Deigner (links) und Thomas Matt FOTO: EVA KORINTH
Torsten Deigner (links) und Thomas Matt
FOTO: EVA KORINTH

TITISEE-NEUSTADT.
?lbilder und Holz-Stahl-Skulpturen von zwei in der Region verwurzelten K?nstlern sind in den R?umen des Kunstforums Hochschwarzwald zu sehen. Thomas Matt und Torsten Deigner stellen gemeinsam bis zum 21. August in der Galerie Salzstra?e 16 aus. Objektkunst aus, ein Abgleiten in die "kunstgewerbliche Gef?lligkeit". Genau dieser sei die K?nstlerin nicht erlegen. Auf den ersten Blick scheinen ?lbilder von Deigner und die Holz-Stahl-Arbeiten von Matt so gar nicht miteinander zu harmonieren. Konturen- und formlos erscheint das Farbenspiel auf den Leinw?nden, klar und trocken in ihrer Sprache hingegen die Skulpturen. Dass die Werke der beiden K?nstler dennoch gut zusammenpassen, stellte Michael Ott, gleichfalls K?nstler, zur Vernissage am Freitagabend fest: Sie korrespondierten sogar.

Losgel?st erscheinen die Farbenspiele auf Deigners Leinw?nden. Ott: "Du arbeitest aus dem Bauch heraus, nichts ist exakt, es ist ein Spiel der Farben." Beim n?heren Betrachten m?sse man aufpassen, dass die Falle nicht zuschnappe: dass beim zweiten Blick auf die Bilder das Formlose unerwartet zu Formen und Strukturen werde und dann der Betrachter nicht mehr loskomm von den Bildern. "Er plant alles", sagte Ott zu Matt, arbeite streng, hart und klar mit W?rfeln, Winkeln, Kreistangenten, Kreisen und Prismen. Holz und Stahl seien eine harte Angelegenheit. Beim zweiten Blick f?hre die Form in den Raum und l?se sich dort auf.

Deigner und Matt arbeiten und leben in derselben Gemeinde. Deigner ist geb?rtiger Mannheimer, der nach dem Studium der visuellen Kommunikation in Freiburg seit 1993 als freischaffender K?nstler in Falkau arbeitet und lebt. Als Dozent arbeitet er seit 2000 an der Freiburger Grafikschule. Matt wurde in Schluchsee geboren und wuchs auf einem Falkauer Bauernhof auf. Er studierte Kunst in Freiburg und arbeitet seit 1990 als freischaffender Bildhauer in Falkau. Rund 20 Werke von jedem K?nstler sind beim Kunstforum Hochschwarzwald zu sehen. Bei beiden K?nstlern stammt das ?lteste Objekt aus dem Jahr 2003.

Matt bevorzugt die Materialien Holz und Stahl. Wobei er verschiedene Baumarten wie Ahorn, Eiche, Fichte oder Kirsche benutzt. Er bekennt sich zum Ziel der "Durchdringung". Sei es, dass passgenaue eckige H?lzer ?ffnungen von runden Basisobjekten durchdringen oder dass der Betrachter mit seinem Blick viereckige L?cher durchdringen kann. Zu seinen neuesten Werken z?hlen gebrochenen Kanth?lzer, die von gro?er Kraft und eisernem Willen zeugen.

Deigner legt grunds?tzlich nur die Farben vor dem Beginn einer neuen Arbeit fest: "Ich gehe ohne eine konkrete Absicht an die Leinwand, grundiere drei bis vier Mal sorgf?ltig die Leinwand, bis ich dann das eigentliche Bild herausarbeite. Ich lasse mich von dem leiten, was entsteht." Hierbei aufkommende Strukturen interpretiere er nie. Sicher, gibt er zu, sehe auch er schon mal was Konkretes in seinen Werken, doch davon l?se er sich stets wieder, um ganz unbefangen aus dem Bauch weiter zu machen. Beabsichtigt sei in seinen Bildern gar nichts.

Ge?ffnet ist die Ausstellung in den R?umlichkeiten des Kunstforums, Salzstra?e 16, in Neustadt bis 21. August. Zug?nglich ist sie jeweils von Freitag bis Sonntag von 16 bis 18 Uhr.

--- Ende der Pressemitteilung ---



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