Pressemitteilung

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Badische Zeitung vom Dienstag, 19. April 2005

Autorin des Artikels ist Birgit Neuhardt, der wir herzlich f?r die Nachdruckgenehmigung danken.

K?nstler, Thema, Prozess sind eins

Der Neust?dter Papierk?nstler Wilhelm Morath bestreitet die erste Aussstellung des Jahres beim Kunstforum Hochschwarzwald
Rege diskutiert wurde bei der Er?ffnung der Ausstellung 'Dekorkomfort' des Neust?dter Papierk?nstlers Wilhelm Morat (Mitte, mit Bart).
Rege diskutiert wurde bei der Er?ffnung der Ausstellung 'Dekorkomfort' des Neust?dter Papierk?nstlers Wilhelm Morat (Mitte, mit Bart).
FOTO: BIRGIT NEUHARDT

TITISEE-NEUSTADT.
Die erste Ausstellung des Kunstforums Hochschwarzwald in diesem Jahr bestreitet eines seiner namhaftesten Mitglieder: Papierk?nstler Wilhelm Morat zog bei der Vernissage zu seiner Ausstellung "Dekorkomfort" am Freitagabend dementsprechend viele G?ste. Friedrich Jacobs von der Denkmalpflege im Regierungspr?sidium gab die Einf?hrung und lobte Morat als "k?nstlerisches Ph?nomen". Er und der Schwarzwald geh?rten zusammen, Morat entwickle aus der Auseinandersetzung mit der Landschaft und der Natur seine

Ideen. Gute Ideen gepaart mit kreativer Arbeit in die Welt zu tragen, wie es Schwarzw?lder Tradition sei, so vertrete Morat Neustadt und den Schwarzwald ?berregional und international. Jacobs bezeichnete Morats Kunst als Kunstobjekte, "die uns ?ber Werte nachdenken lassen", keine "Fast-Food-Kunst", sondern man m?sse sich die M?he machen, sie zu entdecken.

Die "Torsi" sind handgesch?pfte Flachs-Leinenpapiere mit eingeschlossenen Kupferdr?hten, die das Papier beim Trocknen verziehen und biegen. "Wer biegt das was", fragte Jakobs, "es ringt das scheinbar Weiche mit dem scheinbar Harten um die Macht der Form". Neu bei den Torsi ist die farbliche Gestaltung in verschiedenen Blaut?nen: "Die Pigmente sind an die Flachsfaser gebunden", erl?uterte Morat im BZ-Gespr?ch. Mit der Pipette verteilt er die Farbe, male praktisch mit fl?ssigem Flachs. So entstehen eindruckvolle T?rkis- und Blaunuancen bis hin zu kr?ftigen blauen Strichen.

Bei der Serie "verschwiegene Worte" nahm der Papierk?nstler Zeitungen im Farbdruck, hier die Zeit in Streifen geschnitten und auf Tischlerplatten aufgeklebt, assoziativ mit ?llasuren ?berwiegend in Gr?n- und Blaut?nen ?bermalt. "Vorgabe f?r die Farbe ist das Zeitungslayout", erl?uterte er. "Hier stellt sich die Frage nach der Lang- oder Kurzlebigkeit journalistischer Arbeit", hinterfragte Jacobs. "Das sind Wegwerfartikel aus dem Alltag, die ihren Wert ?ber den Tag hinaus behalten. Wilhelm Morat schafft Symbole, er erschl?gt uns nicht mit fertigen Antworten, sondern l?sst uns staunen." Jacobs lobte die Individualit?t des K?nstlers, Person, Schaffensprozess und Kunstprodukt seien nicht zu trennen.

Die G?ste der Vernissage schienen es ?hnlich zu sehen, noch lange wurde diskutiert, gefragt, erkl?rt und gestaunt ?ber die individuellen Skulpturen und Objekte des K?nstlers.

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