Pressemitteilung

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Badische Zeitung vom Dienstag, 27. April 2004

Autorin des Artikels ist Alexandra Wehrle, der wir herzlich f?r die Nachdruckgenehmigung danken.

Gef?hlte K?rperlichkeit als Bild

33 "Gesichter und Gestalten" von Franziska Plate-Gies sind bis 16. Mai in den R?umen des Kunstforums Hochschwarzwald zu sehen.

TITISEE-NEUSTADT.
"Schon im Vorfeld habe ich mich sehr auf die Ausstellung gefreut", sagte Karin Hessler, die stellvertretende Vorsitzende des Kunstforums Hochschwarzwald, am Freitagabend bei der Vernissage zu Bildern von Franziska Plate-Gies. 33 "Gesichter und Gestalten" k?nnen bis 16. Mai in der Salzstra?e betrachtet werden.

In ganz unterschiedlichen Formaten h?ngen sie da, Bilder von schwebenden K?rpern, angedeuteten Gesichtern und zarten H?nden. Die leichten Farben, weichen Linien und diffusen Fl?chen wirken manchmal freundlich, oft aber auch d?ster. Eine Hand, die zur Faust geballt ist, wirkt paradoxerweise nicht aggressiv, sondern scheint sich ?ffnen und ihren Inhalt preisgeben zu wollen. Eine aufrecht stehende, ge?ffnete Handfl?che ist nicht abweisend, sondern scheint dem Betrachter unmerklich zuzuwinken. Immer wieder auch Bilder, die mit mehreren umeinander schwebenden K?rpern angef?llt sind, Gestalten, die keine Gesichter haben oder sie in ihren Armen verbergen. Seltsamerweise bleiben die Gesichter auch in Bildern schemenhaft, die nur Gesichter zeigen.

Der menschliche K?rper ist das Hauptthema von Franziska Plate-Gies, die 1923 geboren ist, 1947 mit ihrer k?nstlerischen Ausbildung begonnen und schon vielfach ausgestellt hat. Dabei geht es ihr nicht um die originalgetreue Abbildung der Realit?t, vielmehr scheint die Menschengestalt nur Anlass und ?u?ere Form ihrer Bilder zu sein.

Bernhard Maier aus Sigmaringen, Kunsterzieher, K?nstler und Ausstellungsmacher, sagte in seiner Einf?hrung, er sp?re eine "anhaltende Faszination" ?ber das, was Plate-Gies gestalte. Ihre Werke seien keinem Sujet wie Akt, Figur oder Portr?t zuzuordnen, die Titel ihrer Ausstellungen wie "K?rperbilder" oder "Menschenbilder" seien "immer sprachliche Kr?cken", die nur scheinbar thematisch zug?nglich seien: "Man darf bei der Betrachtung der Bilder von Franziska Plate-Gies getrost von vorne anfangen." Denn sie dr?cke individuell Gef?hltes oder Gedachtes aus, was objektiv nicht erfassbar sei, und vernachl?ssige Messbares wie Anatomie, Proportionalit?t, Plastizit?t oder Geschlechtsspezifisches. "Sie hat einen Weg gefunden, wie man gef?hlte K?rperlichkeit bildhaft und authentisch ?bersetzen kann." Zur Maltechnik sagte er, Plate-Gies baue den Bildk?rper in einer Vielzahl von Nuancen und Verl?ufen auf, ?berarbeite und reagiere auf das schon Gemalte.

Anregungen von der Natur oder von Menschen

Das best?tigte die K?nstlerin. Zwar habe sie gewisse Vorstellungen, wenn sie ein Bild beginne, sie sei jedoch "frei f?r Ver?nderungen". Ein Bild entwickle sich, und das geplante Hauptthema k?nne von einem Nebenthema abgel?st werden. Zwar fertigt sie Skizzen an, "aber nichts Genaues". Plate-Gies, die in Freiburg lebt und arbeitet, verneint die Frage, ob sie von anderen K?nstlern beeinflusst sei. "Wenn man so lange arbeitet wie ich, nicht mehr." Stattdessen lasse sie sich anregen von der Natur oder Menschen, die etwa in einer Gruppe zusammensitzen. "Jeder sitzt anders da.

"Ihre Lieblingstechnik ist Tempera, und viele ihrer Bilder sind auf chinesischem Reispapier entstanden, das die Farbe aufsaugt. Plate-Gies sagt von sich: "Ich male immer."

--- Ende der Pressemitteilung ---



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